Wettbewerb um den 2. Sächsischen Kinderkunstpreis

– glückliche Gewinner und viel Trubel rund um den Stadtpark Frankenberg

Vier Anerkennungspreise, drei Hauptpreise, ein Publikumspreis und viele glückliche Kindergesichter – das ist die Bilanz des Wettbewerbs um den 2. Sächsischen Kinderkunstpreis am 12. Juni in Frankenberg.

„Wenn ich was verändern könnte…“ war das Thema des Wettbewerbs. Wenn Kinder etwas verändern könnten, sähe die Welt ganz anders aus – Bäume statt Straßen, mehr Platz und Schutz für Tiere, schöne Spielplätze, keine Kriege, Riesenpapierkörbe für den Müll, aber auch verrückte Schulhäuser oder ganz einfache Veränderungswünsche wie später zur Schule gehen oder eine Schulsommerrodelbahn, mit der der Schulweg zur Rodelfahrt wird.

Der 11-köpfigen Kinderjury fiel es sichtlich schwer, aus der Fülle der Beiträge, die in einer Ausstellung und auf der Bühne des Kultur- und Veranstaltungsforums „Stadtpark“ gezeigt wurden, die Preisträger auszuwählen.

Die „Schulsommerrodelbahn“ von Jonas Dichelle aus Leipzig hat die Jury beeindruckt – in dem Trickfilm stellt Jonas seinen Veränderungswunsch vor – er würde am liebsten jeden Tag zur Schule rodeln. Für seinen Beitrag erhielt der den Hauptpreis in der Kategorie Medien/Literatur. Ebenfalls beeindruckt hat Lucie Neumann aus Falkenau mit ihrem Literaturbeitrag „Wenn ich was verändern könnte…“ – sie erhielt einen Anerkennungspreis.

Den Hauptpreis im Bereich Bildende Kunst erhielt das Bild „Es lebe der Regenwald“ der 11-jährigen Virginia Schmidt aus Bad Lausick. Die Linolschnitte im Buch „Für eine bessere Welt“ von Tom Albinus, Lucille Leis, Diana Lerche, David Lerche und Daniel Lerche aus Dippoldiswalde fanden die Juroren ebenfalls so schön, dass sie einen weiteren Anerkennungspreis vergaben.

Das Projekt „Hair“ der Klassen 5.2 und 6.2 des Gustav-Hertz-Gymnasiums Leipzig erhielt gleich zwei Preise – den Anerkennungspreis im Bereich Bildende Kunst und den – in diesem Jahr erstmals vergebenen – Publikumspreis. Die Schüler hatten gemeinsam mit einem Künstler Haarplastiken erstellt, um symbolisch ihr Haar für Leukämiekranke Kinder zu spenden. Die Plastiken sollen versteigert werden und der Erlös der José Carreras Stiftung zukommen.

Auch die Jury im Bereich Theater/Tanz/Musik hatte es schwer – sie mussten aus 13 Beiträgen eine Auswahl treffen. Durchgesetzt hat sich die Band „spezi 4“ aus Werdau mit ihrem Lied „Welten“ in dem sie daran appellieren, auch mal etwas an Kinder abzugeben, denen es nicht so gut geht. Die Lollypop-Tanzgruppe des Familienzentrums Plauen konnte mit ihrem Tanzbeitrag „…da fehlt doch was“ überzeugen und erhielt ebenfalls einen Anerkennungspreis.

Zwei lobende Erwähnungen gab es zum einen für die Gruppe der Schule am Wald Mülsen mit ihrem mitreisenden und sehr gelungenen "Klassenrap" sowie für die Gruppe aus dem Spinnwerk Leipzig mit ihrem generationsübergreifendem Stück "53 years later".

Die Hauptpreis-Träger fahren gemeinsam auf die Kulturinsel Einsiedel und verbringen dort einen Tag voller Spannung und Abenteuer mit Schatzsuche und weiteren Überraschungen. Die Anerkennungspreisträger können sich über Gutscheine für ein gemeinsames Eisessen und weitere Sachpreise freuen. Das Projekt „Hair“ erhielt einen Preis im Wert von 200 Euro, die sie für die Carreras-Stiftung spenden werden.

Das vor dem Stadtpark stattfindende Kinderkunstfest erfreute sich trotz wechselhaftem Wetter und einigen Regenschauern großem Zuspruch – an den Ständen herrschte reger Andrang. Ob Musikinstrumente ausprobieren, Teller drehen, Hula Hoop, Tonfigurenbau oder die Figur „Dicke Berta“ anmalen – die Kinder nahmen die Angebote mit viel Entdeckerdrang an.

Das Kiku-Team bedankt sich bei allen Teilnehmern für ihr Durchhaltevermögen an diesem langen Tag. Wir waren von der Qualität und Originalität der Beiträge wirklich begeistert und wir hoffen es hat euch genauso viel Spaß gemacht wie uns.

Bis zum nächsten Mal!

Bilder vom Kinderkunstpreis und Kinderkunstfest unter www.kinderkunstpreis-sachsen.de