

Der Januar zeigte sich in diesem Jahr nicht nur bei den Außentemperaturen von seiner frostigen Seite. Ein kalter Wind weht den Landesverbänden und Trägern der Jugendhilfe auch von Seiten der Landesregierung entgegen. So soll allein das Sozialministerium im laufenden Haushalt 14,4 Mio. Euro einsparen. Ministerin Clauß kündigte an, dass es Einsparungen vorwiegend im Bereich der freiwilligen Leistungen geben wird. Viele Träger haben in diesem Jahr noch keinen vorzeitigen Maßnahmebeginn bewilligt bekommen und sind stark verunsichert. Der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Henning Homann meint, die Jugendarbeit drohe „in den Haushaltslöchern der schwarz-gelben Klientelpolitik abzusaufen“. Seine Fraktion lehnt es strikt ab, dass der weit überwiegende Teil der Einsparungen im Etat des Sozialministeriums in der Jugendarbeit stattfinden soll. Erst im September 2009 wurde die Richtlinie zur Überörtlichen Jugendhilfeplanung 2010-14 verabschiedet - mit klaren Rahmenbedingungen und Zielvorgaben. Auch der 3. Sächsische Kinder- und Jugendbericht spricht der Kinder- und Jugendarbeit und insbesondere der kulturellen Bildung eine hohe Bedeutung und große Rolle im Land Sachsen zu. Jugendarbeit und kulturelle Bildung werden als wichtige Aufgaben im Land angesehen. Doch sollte damit auch der Anspruch verbunden sein, zu Zielen und Zusagen - trotz Spardrucks - zu stehen.
Im Vorfeld
des Jugendkulturtages, der am 29. Mai in Frankenberg stattfindet, lädt die LKJ
Sachsen e.V. alle jungen und jung
gebliebenen Frankenberger und kreative Leute aus Sachsen ein, einen
Plakatentwurf (A 1, farbig) und einen Slogan zu entwerfen, mit dem sachsenweit
für den Jugendkulturtag geworben werden soll. Auch Programmhefte, Flyer und die
Internetseite werden mit dem Layout gestaltet. Bis zum 26. Februar können die
Entwürfe eingesendet werden. Am 2. März werden alle Entwürfe vorgestellt und
ein Favorit ausgewählt. Den Sieger erwartet eine Prämie und eine große
öffentliche Wahrnehmung.
Außerdem können sich Tanz-,
Theater-, Musikgruppen, Chöre, Einzelkünstler aus allen Sparten, HipHopper,
Breakdancer, Sprayer und junge Künstler aus dem Bereich der Bildenden und
Medienkunst aus ganz Sachsen, die am 29. Mai in Frankenberg auftreten oder
Angebote als Workshopleiter bzw. bei Straßenaktionen unterbreiten möchten, bis
zum 20. März bewerben.
Alle
Einsendungen bitte an LKJ Sachsen e.V., Sternwartenstraße 4, 04103 Leipzig oder
per Mail:info@lkj-sachsen.de , www.lkj-sachsen.de/jkt/
Es geht um Vorurteile, Klischees und
kulturelle Prägungen – Wertekonflikte und Machtasymmetrien. Alles Dinge, für
die man erst mal keine Ausländer oder Migranten braucht, denn die Ansichten
zwischen Männern und Frauen, Hartz 4-Empfängern und Cabrio-Fahrern, Lehrern und
Schülern und Leuten aus dem Osten oder Westen sind oft genug mit Vorurteilen
belastet und leben von Klischees. Wenn dann aber noch ein Russlanddeutscher
dazu kommt oder eine Muslimin, wird es noch spannender. Im Seminar gehen wir
von der Existenz kultureller Unterschiede aus und reden sie nicht klein,
sondern versuchen sie in ihrem Ursprung zu verstehen und uns für den Umgang mit
„dem anderen“ zu sensibilisieren.
Teilnehmerbeitrag:
30 Euro inkl. Verpflegung
Kontakt:
LKJ Sachsen e.V., Dr.
Christine Range 0341/257 73 06 + range@lkj-sachsen.de
Sponsoring und Fundraising sind als
Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen oder Projekte nicht mehr
wegzudenken. Wie beides langfristig, strukturiert und ressourcenorientiert
geplant und durchgeführt werden kann und wo die Unterschiede zwischen den
Finanzierungsformen liegen, wird in diesem Seminar vermittelt. Der
Fundraising-Profi und Ausrichter der Sächsischen Fundraisingtage, Matthias
Daberstiel, stellt seine Kenntnisse aus der Praxis vor. Die Teilnehmer können Vorhaben
und Ideen einbringen und entwickeln eigene Fundraising- und
Sponsoring-Strategien.
Teilnehmerbeitrag:
65 Euro inkl. Übernachtung und Verpflegung, 50 Euro ohne Übernachtung
Kontakt:
LKJ Sachsen e.V., Sandra Böttcher 0341/257 73 35 + boettcher@lkj-sachsen.de
Die Juleica
ist ein bundesweit einheitlicher Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter in der
Jugendarbeit und weist sie als Jugendleiter aus. Ab 1. Januar 2010 gibt es
einige inhaltliche Änderungen bei der Juleica-Ausbildung: ab sofort umfasst das
Ausbildungsprogramm nicht mehr 20, sondern 30 Zeitstunden. Zu den bisherigen
Ausbildungsinhalten wie Recht und Versicherung oder Umgang mit Gruppen gehören
nun auch die Themen Kindeswohlgefährdung und Demokratiebildung. Zudem macht das
Seminar mit Grundlagen der Jugendarbeit in Sachsen vertraut und führt in die
Planung, Finanzierung und Durchführung von Projekten ein.
Teilnehmerbeitrag:
35 Euro inkl. Verpflegung und Übernachtung
Kontakt:
LKJ Sachsen e.V., Christine Range 0341/257 73 06 + range@lkj-sachsen.de
Der 1. Teil der Ausbildung umreißt
einen bildungspolitischen Kontext und die Ziele des Kompetenznachweis Kultur, führt in das Procedere
des KNK ein und vermittelt die Anwendung der verschiedenen Schritte. Die
Teilnehmenden werden fit gemacht, um den KNK in ihrer Praxis mit Jugendlichen
zu erproben. Der 2. Teil der Ausbildung findet im Herbst statt.
Teilnehmerbeitrag:
50 Euro inkl. Verpflegung
Anmeldung:
LKJ Sachsen e.V., Birgit Wolf 0341/2577305
+ wolf@lkj-sachsen.de
Jugendliche bewegen sich auf sozialen
Plattformen wie SchülerVZ, laden sich Musikvideos aus dem Netz aufs Handy oder stellen
die Fotos der letzten Party ins Internet – sie gehen selbstverständlich mit Web
2.0-Anwendungen um und suchen im Web nach sozialer Anerkennung. Doch, wie sieht
es mit denen aus, die Projekte mit Kindern und Jugendlichen durchführen? In
diesem Seminar wird das Phänomen Web 2.0 aus verschiedenen Blickwinkeln
beleuchtet: Integration von Web 2.0-Anwendungen in die tägliche
(Vereins-)Arbeit, Nutzung für Jugend- und Kulturprojekte, Sicherheit und
Privatsphäre und rechtliche Aspekte. Anhand praktischer Beispiele steigen die
Teilnehmer selbst in Web 2.0-Anwendungen ein. Ein Seminar für Pädagogen und
Mitarbeiter der Jugendhilfe, die noch kein Twitter-Abo haben und noch nicht bei
Facebook registriert sind.
Teilnehmerbeitrag:
35 Euro inkl. Verpflegung
Kontakt und
Anmeldung: LKJ Sachsen e.V., Sandra Böttcher 0341/257 73 35 +boettcher@lkj-sachsen.de
Im 2. Teil der Ausbildung stehen die
Reflexion des Kompetenznachweis Kultur in der Praxis, das Verfassen der Nachweise und das Procedere
um die Vergabe des KNK im Mittelpunkt. An diesen zwei Tagen sind all diejenigen
willkommen, die bereits den 1. Teil der Ausbildung absolviert und eine
Praxisanalyse erstellt haben sowie gemeinsam mit einem Jugendlichen die Schritte der
Beobachtung und des Dialoges gegangen sind.
Teilnehmerbeitrag:
50 Euro inkl. Verpflegung
Kontakt:
LKJ Sachsen e.V., Birgit Wolf 0341/2577305 + wolf@lkj-sachsen.de
"Wenn ich was verändern
könnte..." ist das Thema des Wettbewerbs um den 2. Sächsischen
Kinderkunstpreis, den die LKJ Sachsen e.V. ausschreibt. Was wollen Kinder verändern?
Was sollte anders werden? Was ist ihnen wichtig? Kinder von 7 bis 12 Jahren
können ihrer Phantasie freien Lauf lassen und bis zum 23. April 2010 Gruppen-
oder Einzelbeiträge in nahezu allen künstlerischen Sparten - von der
Zirkusnummer bis zum selbst komponierten Lied -
einsenden.
Kontakt
und weitere Informationen: LKJ Sachsen e.V., Franziska Fehre, 0341/257 73 12
oder -35, www.kinderkunstpreis-sachsen.de + fehre@lkj-sachsen.de
Seit Oktober 2009 ist Dr. Thomas
Feist, langjähriger Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Musik in Sachsen e.V. bei
der LKJ, Mitglied des Deutschen Bundestages. In seiner neuen Funktion hat er
die Patenschaft für zwei Freiwillige im FSJ Kultur im Museum in der „Runden
Ecke“ und in der „WERK II – Kulturfabrik Leipzig e.V.“ übernommen. Da der
Freistaat nicht alle Freiwilligenplätze fördert, sind wir auf Drittmittel und
private Förderer angewiesen. Dr. Thomas Feist beteiligt sich an der
Finanzierung zweier ungeförderter Plätze und ermöglicht so zwei engagierten
Jugendlichen ein FSJ Kultur und den Einsatzstellen einen MEHRWERT durch die
Mitarbeit eines jungen freiwilligen Mitarbeiters für ein Jahr. Über den engen
Kontakt zu seinen Patenkindern bleibt er der Jugendkulturarbeit seines
Wahlkreises verbunden.
Weitere
Informationen: www.lkj-sachsen.de/fsj-kultur/fsj-was/
Im Januar ist das neue, bundeseinheitliche
Online-Anmeldungsverfahren für das Freiwillige Soziale Jahr Kultur gestartet. Noch
bis zum 31. März können sich Bewerber für das FSJ Kultur online anmelden.
Weitere Informationen unter
www.lkj-sachsen.de/fsj-kultur/fsj-was/
Im Schulprojekt
„Rietschel-Stein-Antike“ der Bildungsprojekte didaktibus und des
Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen beschäftigen sich von Februar bis
Oktober 2010 über 120 Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 12 aus dem Landkreis
Bautzen in elf sparten- und schulartübergreifenden Kleingruppen außerunterrichtlich
mit dem Werk Ernst Rietschels. Begleitet werden die Schüler von jeweils einem
Lehrer und Künstlern, Handwerkern und Schauspielern. Diese können während des Projektes bei der LKJ Sachsen die Ausbildung
zum Berater Kompetenznachweis Kultur absolvieren, um ihn an die Jugendlichen zu
vergeben. Auf dem zweitägigen Antike-Fest am 2. und 3. Oktober auf der
Bautzener Ortenburg werden die Arbeitsergebnisse präsentiert und die
Kompetenznachweise überreicht.
Weitere
Informationen unter www.didaktibus.de und www.lkj-sachsen.de/knk/
Wo sind kulturpolitischer Aufbruch
und zivilgesellschaftlicher Gestaltungswille 20 Jahre nach der Wende? – diesen
Ansätzen geht das Kolloquium anhand von Vorträgen, Diskussionsrunden und Foren
nach. Als Inputgeber und Diskutanten treten zahlreiche Kulturpolitiker und -praktiker
aus Ost- und Weltdeutschland auf. Die LKJ Sachsen wird während der
Veranstaltung das Forum „Neue Inhalte? Neue Methoden? Von der ästhetischen
Erziehung zur kulturellen Bildung“ moderieren.
Weitere
Informationen unter www.loccum.de
Der Landesjugendchor Sachsen ist das Auswahlensemble des Sächsischen
Chorverbandes und vereint talentierte, jugendliche Sängerinnen und Sänger aus
allen Teilen des Freistaates. Das 2008 gegründete Ensemble feilt mehrmals im
Jahr in mehrtägigen Probenphasen am Repertoire und hat in der Vergangenheit mit
Konzerten unter anderem in Leipzig, Chemnitz, Dresden und Bautzen begeistert. Im Jahr 2010 wird der Landesjugendchor Sachsen
in zwei Arbeitsphasen ein a-cappella-Programm sowie ein Jazzprogramm erarbeiten.
Dafür sucht der Chor sängerische Unterstützung in allen Registern. Wer Lust
hat, das Ensemble zu verstärken, sollte zwischen 16 und 27 Jahren alt sein und
Chorerfahrung mitbringen.
Kontakt: Sächsischer
Chorverband, Humboldtstraße 11, 09669 Frankenberg, Tel.: 037206/880143 landesjugendchorsachsen@googlemail.com
Schönheit erschließt sich nicht
immer auf den ersten Blick, sondern oft bedarf es einer längeren
Auseinandersetzung mit Dingen oder Menschen um ihre Schönheit zu entdecken. „Inner
beauty“ ist der Titel, unter dem die Konzerte mit dem renommierten Jazzsaxophonisten
Marko Lackner am 19.2. in Chemnitz, am 20.2. in Leipzig und 21.2. in Dresden stehen.
In der neu eröffneten Landesmusikakademie Schloss Colditz erarbeiten die Jazzer
ein anspruchsvolles Programm, um dem Publikum ein besonderes musikalisches
Erlebnis zu bieten.
Kontakt:
Sächsischer Musikrat, www.saechsischer-musikrat.de/index.php?id=324, jazz@saechsischer-musikrat.de
Der Tanzworkshop mit der
Choreografin Young Me Lee, der am 6. März stattfinden sollte, wird verschoben und der neue Termin rechtzeitig
bekannt gegeben. Im Workshop geht es um die Erweiterung der kreativen und
fachlich methodischen Ansätze für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit
den Stilmitteln des Jazztanzes. Alle, die in ihrer tänzerisch-pädagogischen
Arbeit einen neuen Ideenschub suchen, sind bei der Dozentin in professionellen
Händen. Stattfinden wird dieser Workshop in der Palucca-Schule Dresden.
Teilnehmerbeitrag: 40 Euro (30 Euro für Mitglieder)
Kontakt: SLVT e.V., Maud Butter 0351/472 39 51 + maud_butter@slvt.de
Die Teilnehmer eignen sich
Kenntnisse über Animationstechniken an und erproben einige in der Praxis. Ziel
ist es, die Arbeit mit Animation in die Bildungsarbeit mit Kindern und
Jugendlichen einfließen zu lassen und damit auch einen Beitrag zur Entwicklung
und Stärkung von Medienkompetenz bei Heranwachsenden zu leisten. Das Modul 1
soll einen raschen Einstieg in die Praxis des Animationsfilmes ermöglichen, in
Modul 2 im Herbst (1.-3.10.) werden die Kenntnisse über Zeichentrickfilme und
Computeranimation vertieft und die Stellung des deutschen Animationsfilmes im
internationalen Maßstab erörtert.
Teilnehmerbeitrag: 150 Euro für beide Kurse mit Übernachtung und Verpflegung
Kontakt: Sächsischer Kinder- und Jugendfilmdienst e.V., Sylvia Zimmermann
0371/44 47 40 + kinderfilmdienst@t-online.de
Anforderungen
aus der Praxis soziokultureller Arbeit und entsprechende Qualifikationsangebote
kulturvermittelnder Studiengänge bildeten den Rahmen einer Fachkonferenz am 10.
Dezember in der Fachhochschule Potsdam mit ca. 60 Teilnehmern, die vom Institut
für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft mit weiteren
Kooperationspartnern veranstaltet wurde. Vorgestellt wurden u.a. Ergebnisse
einer bundesweiten Recherche von 38 ausgewählten soziokulturellen Zentren zu
den Qualifikationsbedarfen der Mitarbeiter. Die Dokumentation des Projektes ist
für Ende Februar 2010 geplant.
Zu den Ergebnissen der Recherche: www.kupoge.de/tagungen/Soziokultur_und_Qualifikation.pdf
Die
unter dem Dach der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ)
e.V. zusammengeschlossenen LKJ, die es inzwischen in nahezu allen Bundesländern
gibt, trafen sich am 22./23. Januar zu ihrer jährlichen Tagung in Schwerin.
Gastgeber war diesmal die LKJ Mecklenburg-Vorpommern, die in einem
Einstiegsvortrag noch einmal den Bericht und die Empfehlungen der
Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages aufgriff und deren Umsetzung im
eigenen Bundesland analysierte. Die Aussage lautete klar und bündig: der darin
geforderte Auf- und Ausbau von Infrastruktur
findet ebenso wenig statt wie Investitionen in kulturelle Bildung. Die
anwesenden Landespolitiker unterstrichen die berechtigten Forderungen der LKJ,
konnten aber in Anbetracht der schwierigen Haushaltslage parteienübergreifend
keine Zusagen über höhere Haushaltsansätze oder mehr Planungssicherheit für die
Verbände machen. Arbeitsgruppen diskutierten die
Wirkungen der Ganztagsschulentwicklungen auf das Arbeitsfeld der
außerschulischen Bildung, das Thema
Bildungsgutscheine, Kompetenznachweis Kultur und wie Möglichkeiten von Web 2.0
für die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit der Verbände genutzt werden können.
Seit Ende letzten Jahres kann sich
das Institut für Pädagogik der Universität Erlangen-Nürnberg über eine
besondere Ehrung freuen: Die UNESCO verleiht dem Lehrstuhl für Pädagogik II von
Prof. Dr. Eckart Liebau den Status eines "UNESCO-Lehrstuhls für Kulturelle
Bildung". Im Bereich der Kulturellen Bildung wird der Erlanger Lehrstuhl
weltweit der zweite sein, der den UNESCO-Titel führen darf; der andere befindet
sich in Toronto, Kanada. Gewürdigt wird damit die langjährige engagierte Arbeit
des Lehrstuhls an dieser Thematik. Mit dem neuen Status ist die Aufgabe
verbunden, UNESCO-bezogene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu
entfalten. Zur Vorbereitung der Weltkonferenz zur kulturellen Bildung in Seoul (Mai 2010) veranstalteten die
Deutsche UNESCO-Kommission und der Lehrstuhl gemeinsam eine erste
internationale Tagung am 30. November und 1. Dezember 2009 in Berlin.
Weitere
Informationen: www.uni-erlangen.de und
www.unesco.de/ua61-2009.html?&L=0
Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat Grundsätze für ein "Faires Praktikum" beschlossen, um für einen besseren Umgang mit
Praktikumsstellen und PraktikantInnen im Kulturbereich zu werben und gegen die
Funktionalisierung der "Generation Praktikum" als billige Arbeitskräfte für
Kultureinrichtungen einzutreten. Die Kulturpolitische Gesellschaft ruft
Praktikumsanbieter im Kulturbereich dazu auf, Praktikumsplätze zu fairen
Bedingungen einzurichten und anzubieten. An Hochschulen und Ausbildungsstätten
appelliert sie, nur solche Praktikumsplätze zu vermitteln, die den fairen
Bedingungen entsprechen. Um weitere Unterstützung wird gebeten, um der
Initiative mehr Nachdruck zu verleihen.
Weitere
Informationen: www.kupoge.de
Zu einem Informationstag über den
deutsch-israelischen Jugendaustausch lädt das Koordinierungszentrum ConAct
Träger und Verantwortliche aber auch Neu-Interessierte ein. Gedankenaustausch
und Vernetzung im Feld des deutsch-israelischen Austausches im Raum Sachsen-Thüringen
sind die Themen. Anmeldungen bis zum 12. Februar an: ConAct,
Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, Altes Rathaus,
Markt 26, 06886 Lutherstadt Wittenberg.
Das öffentliche Bewusstsein für die
Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken und die Wahrnehmung für
ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen zu schärfen - das sind die Ziele
des Europäischen Jahres 2010 - ausgerufen von der Europäischen Kommission.
Mit diesem Jahr soll den Vorurteilen und möglichen Diskriminierungen gegenüber
von Armutsrisiken und Ausgrenzung betroffenen Menschen begegnet werden.
Gleichzeitig sollen Ansätze zu deren Überwindung aufgezeigt werden. Es soll
deutlich werden, was jeder Einzelne und die Gesellschaft insgesamt gewinnen,
wenn soziale Ausgrenzung und Armutsrisiken verringert werden.
Weitere Informationen: www.mit-neuem-mut.de/portal/generator/10850/startseite.html
Über insgesamt 515.000 Euro
Fördergelder für ihre soziokulturellen Projekte können sich 48 Vereine und
Initiativen freuen. Darüber entschied am 18. und 19. Januar das Kuratorium des
Fonds Soziokultur. Von den 48 Projekten sind 12 zusätzlich für den „Innovationspreis
Soziokultur“ nominiert. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre
ausgeschrieben. Das aktuelle Thema lautet: „Kulturelle Strategien und soziale
Ausgrenzung". Aus Sachsen wurden fünf Projekte zur Förderung ausgewählt. Freuen kann sich auch die LKJ Sachsen über die
Unterstützung des Projekts 2.
Wettbewerb um den Sächsischen „Kiku“ - Kinderkunst im ländlichen Raum.
Der Antragstermin für das zweite Halbjahr 2010 ist der 1. Mai. Weitere Informationen unter www.fonds-soziokultur.de
Bereits zum 12. Mal vergibt die
Glowatzky-Stiftung Preise an engagierte junge Sachsen. Noch bis zum 5. Februar
2010 (Poststempel) können Privatpersonen, Vereine, Verbände und andere
Einrichtungen ihre Vorschläge für Preisträger mit aussagekräftiger Begründung
einreichen. Die Kandidaten dürfen nicht älter als 30 Jahre sein und müssen
Hervorragendes auf wissenschaftlichem, technischem, kulturellem oder sozialem
Gebiet für Sachsen geleistet haben. Der Preis wird in drei Stufen verliehen und
ist mit 3.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert.
Kontakt: Kinder- und Jugendring
Sachsen, Kennwort "Glowatzky-Preis", Tzschimmerstraße 17, 01309
Dresden, www.sachsen-macht-schule.de/glowatzky.
Mit ihrem "Sächsischen Preis
für Soziokulturelles Engagement" möchte die Kulturstiftung Akteure oder
Initiativen auszeichnen, die auf besonders wirkungsvolle Weise Menschen zur soziokulturellen
Breitenarbeit ermutigen. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert. Bewerben können
sich Einrichtungen, Initiativen oder Einzelpersonen, die ihren Sitz in Sachsen
haben. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Orientierung am Gemeinwesen und
auf bereichsübergreifende Kompetenzen gelegt, die für das Konzept der
Soziokultur von zentraler Bedeutung sind. Bewerbungen mit Begründung und
aussagefähigem Dokumentationsmaterial sind formlos bis spätestens 1. März
2010 an die Kulturstiftung zu richten: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Karl-
Liebknecht- Str. 56, 01109 Dresden.
Weitere
Informationen: Robert Grahl, 0351/8848019, Robert.Grahl@kss.smwk.sachsen.de