

Der Schock, den die Kürzungen des Sozialministeriums hervorgerufen
haben, sitzt tief, hat zeitweilig sprachlos und handlungsunfähig gemacht. Der in puncto hat zwei Monate pausiert. Nach Protesten und der Aufforderung
an die Politik zum Dialog hat sich die Situation noch nicht verbessert. Zur Erklärung der
Kürzungen wird herangezogen, dass Sachsen eine der höchsten Pro-Kopf- Ausgaben
für Jugendhilfe habe, die Jugendpauschale ohnehin viel niedriger gestartet sei
oder der demografische Wandel zwangsläufig bedeutet, dass Angebote reduziert
werden müssen. Kinder und Jugendliche müssen die Folgen der
Steuer- mindereinnahmen mittragen, indem sie auf Angebote, die ihnen nach KJHG
zustehen, verzichten sollen. In Zeiten der Wirtschaftskrise muss gespart
werden, das ist unbenommen, aber warum müssen auch die jüngsten Vertreter
einer Gesellschaft dafür selbst- verständlich zurückstecken? Sie haben ein Recht
auf Entfaltung und Förderung. Struktur- und Wirtschaftsförderung, die der
Staatsregierung so wichtig ist, bedeutet auch, in Bildung, im ganzheitlichen
Sinne zu investieren, Attraktivität durch Angebotsvielfalt zu erhalten, soziale
und kulturelle Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Erst dann
können sie sich als selbstbewusste Bürger in dieser Gesellschaft behaupten und
einbringen. Dafür aber braucht es gewachsene örtliche und überörtliche
Strukturen und eine plurale Trägerlandschaft.
Mit der Kundgebung gegen die Kürzungen in der Jugendhilfe
haben am 10. März 4.500 Menschen ein friedliches Zeichen des Protests,
verbunden mit der Aufforderung zum Dialog, gesetzt. Mehr als 15.000 Unterschriften wurden
an Staatsministerin Christine Clauß übergeben. Weitere Aktionen sind geplant,
um zu zeigen, dass der eingeschlagene Sparkurs nicht weitergeführt werden darf. Auf der Seite www.jugend-ist-mehr-wert.de sowie
www.kjrs-online.de und www.lkj-sachsen.de sind weitere Informationen und Möglichkeiten
zu finden, gegen die Kürzungen zu protestieren.
Das Sozialministerium hat die Förderung der überörtlichen
Träger im laufenden Jahr massiv zurückgefahren. Für die LKJ Sachsen e.V.
bedeutet dies statt 90% Förderung der Personalkosten lediglich 80% und statt
einer davon anteiligen Sachkostenförderung von 25% lediglich 17%. Außerdem
erhalten wir keine Mittel für unsere Bildungsarbeit und die unserer
Mitgliedsverbände – das bedeutet eine komplette Streichung der
Bildungsmittel für die überörtliche Arbeit. In den vergangenen Wochen haben
wir nach Lösungen gesucht, mussten Projekte absagen und für andere nach Drittmitteln
suchen. Bei Angeboten, die trotzdem stattfinden, mussten im laufenden
Anmeldeverfahren die Teilnehmerbeiträge zum Teil um mehr als 55% erhöht werden.
Kinder und Jugendliche können solche hohen Beiträge nicht zahlen – hier fallen
die meisten Angebote aus: Ein zweitägiger Gospelworkshop für junge Leute ab 14
Jahren, das seit 15 Jahren stattfindende Kreativwochenende mit acht
Mittelschulen aus dem ostsächsischen Raum, die Kinderzirkuswochen in
Frankenberg und Görlitz oder das Kulturkarawanenprojekt „Trommelfeuer und
Tanzfieber“ mit Berufsschülern in Bautzen. Bei anderen Projekten, wie dem
Sommercamp „LichtWerk“ in Oelsnitz/Erzgebirge, ist die Finanzierung noch
ungesichert. Die Projekte können nur stattfinden, wenn es gelingt, kurzfristig alternative
Finanzierungsmodelle zu finden.
Für das FSJ Kultur 2010/2011 haben sich 657 Jugendliche
bei der LKJ Sachsen e.V. beworben. Demgegenüber stehen 70 FSJ Kultur-Plätze,
die von (Jugend-)Kultur-Einrichtungen aus ganz Sachsen gemeldet wurden. Die
beschlossenen Kürzungen im Bereich Freiwilligendienste treffen die LKJ hart.
Die landesgeförderten FSJ-Plätze werden um mehr als 55 % reduziert. Sollten die
Kürzungen nicht noch einmal überdacht werden, fehlen der LKJ mehr als 30.000 Euro,
um nur annähernd den Stand der jetzigen FSJ-Stellen zu sichern. Und das im
Europäischen Jahr der Freiwilligen – welch fatales Zeichen aus Sachsen! Gute
Nachrichten meldet die BKJ, die für das FSJ Kultur eine Erhöhung der
Bundesförderpauschale pro Platz und Monat erwirkt hat. Freuen kann sich das FSJ
Kultur auch über eine neue Patenschaft: Seit Januar unterstützt die
Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe (SPD) einen FSJ-Platz beim Leipziger
Theater der Jungen Welt. Weitere Informationen zum FSJ Kultur bei der LKJ unter
www.lkj-sachsen.de/fsj-kultur
Vom 19. bis 21. Februar veranstaltete die Evangelische
Akademie Loccum in Zusammenarbeit mit der Kulturpolitischen Gesellschaft die
Tagung „Zur Lage der Kulturnation“ - Wo sind kulturpolitischer Aufbruch und
zivilgesellschaftlicher Gestaltungswille 20 Jahre nach der Wende? Die LKJ
übernahm die Moderation des Forums „Neue Inhalte? Neue Methoden? Von der
ästhetischen Erziehung zur kulturellen Bildung“. Weitere Informationen zur Tagung unter www.loccum.de
Der
Jugendkulturtag ist den Kürzungen des Sozialministeriums nun doch nicht zum
Opfer gefallen und kann mit eingeschränktem Programm und Budget stattfinden.
Nachdem der Presse und den engagierten Mitwirkenden vor Ort verkündet werden
musste, dass die Großveranstaltung aufgrund der Streichungen der Landesmittel
nicht stattfinden kann, wendete sich das Blatt. Die envia Mitteldeutsche
Energie AG, das führende Energieunternehmen in der Region, hat von der Absage
des Jugendkulturtages erfahren, hält die Idee des Projektes für unterstützenswert
und steuert 5.000 € für den
Jugendkulturtag bei. Nach der Zusage erhielten wir grünes Licht vom
KSV/Sozialministerium, welches den Jugendkulturtag als Projekt „mit besonderer
jugendpolitischer Bedeutung“ nun doch unterstützt. Dank der Unterstützung des
Kulturraumes, des Landkreises, der Sparkasse und der von Anfang an zugesagten Mittel
der Gastgeberstadt starten wir nun neu durch und laden Jugendliche aus Sachsen
ein zum 8. Landesweiten Jugendkulturtag 2010 am 29. Mai in Frankenberg. Wir
suchen außerdem Tanz-, Theater-, Musikgruppen, Chöre, Einzelkünstler aus allen
Sparten, HipHopper, Breakdancer, Sprayer und junge Künstler aus dem Bereich der
Bildenden und Medienkunst, die am 29. Mai in Frankenberg auftreten und die Bühne
rocken wollen! Anmeldeschluss ist der 30. April 2010.
Wir wollen mit dem Tag ein Zeichen setzen für Kultur von
jungen Leuten für junge Leute. An der grundsätzlich angespannten
Finanzierungslage ändert die positive Entwicklung dieses Einzelprojekts jedoch nichts.
Kontakt: range@lkj-sachsen.de, 0341/257 73 06
und www.jugendkulturtag-sachsen.de
Auch um die Finanzierung des 2. Wettbewerbs um den Kinderkunstpreis musste die LKJ zwischenzeitlich bangen – Dank des Fonds
Soziokultur, der VNG Gas AG und der Stadt Frankenberg kann der Wettbewerb durchgeführt
werden – auch hier in kleinerem Umfang und ohne die geplante Kinderzirkuswoche
sowie weitere begleitende Projekte. Dennoch war uns auch hier wichtig, den
Kindern, die bereits seit Wochen und Monaten an ihren Kunstwerken, Theater- und
Tanzbeiträgen arbeiten, die Teilnahme an dem – in Sachsen einzigartigen
Kunstwettbewerb - zu ermöglichen und gemeinsam am 12. Juni in Frankenberg
Kinderkunst zu zeigen und zu feiern! Kinder von 7 bis 12 Jahren können ihre
Beiträge in allen Kunstsparten zum Thema „Wenn ich was verändern könnte…“ noch
bis zum 7. Mai einsenden – wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer. Weitere
Informationen unter www.kinderkunstpreis-sachsen.de
Bildbearbeitung am PC gehört heute zu den
Standardanwendungen, die bei vielen Praktika, insbesondere in
kulturell-sozialen Arbeitsbereichen, vorausgesetzt werden und auch in Studium
und Beruf nützlich sind. Schnell mal die Helligkeit bei einem Bild zu
verbessern oder etwas zuschneiden ist hier nur der Anfang – die
Bildbearbeitungssoftware Photoshop CS 3 ermöglicht mehr: Von der Bildretusche
bis zur Erstellung so genannter Masken, Bildmontagen oder Anwendung spezieller
Filter und Effekte bietet das Programm eine breite Palette an Werkzeugen und
Möglichkeiten. Diese werden im Seminar Stück für Stück ausprobiert und kreative
Ideen, z.B. bei der Erstellung eines eigenen Flyers, praktisch umgesetzt.
Eigenes Bildmaterial und Ideen können gern mitgebracht werden!
Ein Seminar für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren
in Kooperation mit dem SAE-Institute Leipzig.
Kontakt: Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und
Jugendbildung (LKJ) Sachsen e.V., Sandra Böttcher, 0341/257 73 35 +
boettcher@lkj-sachsen.de
Kosten: 65,- Euro ohne Übernachtung, 80,- Euro mit
Übernachtung
Im Rahmen des landesweiten Jugendkulturtages veranstaltet
der Sächsische Chorverband am 29. Mai in Frankenberg den Sächsischen
Chorjugendtag. Ziel und Inhalt dieses Tages ist die Begegnung und der Austausch
der sächsischen Kinder- und Jugendchöre. In einem großen Konzert des
Landesjugendchores findet der Chorjugendtag in der Kirche „St. Aegidien“ seinen
Abschluss.
Informationen unter www.chorjugend-sachsen.de
Mit der Radebeuler Kasperiade soll die bis ins 18.
Jahrhundert reichende Tradition des Puppentheaters in der Lößnitzstadt bewahrt
und zugleich ein Podium für anspruchsvolles Figurentheater geboten werden. Traditionelles
Kaspertheater wird ebenso geboten, wie moderne Darstellungsformen und
Animationsfilm. Eingeladen werden sowohl Ensembles professioneller Theater, als
auch freie Bühnen und Amateure. Neben ca. 38 Vorstellungen bieten die
Veranstalter dem Publikum ein umfangreiches Rahmenprogramm und eine
kinderfreundliche Gastronomie in einer ansprechenden Umgebung.
Mitveranstalter ist der Landesverband Amateurtheater
Sachsen e. V., Weitere Informationen unter: Kulturamt/Stadtgalerie, 0351/8311-600,
galerie@radebeul.de
Die EU-Kommission hat das Jahr 2011 zum
"Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit" ausgerufen. Ein entsprechender Vorschlag wurde bereits Ende November 2009 vom EU-Ministerrat für Bildung, Jugend und Kultur angenommen. Damit will
die Kommission die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten würdigen,
Freiwilligenorganisationen stärken und einen Impuls für die Förderung
freiwilligen Engagements in den EU-Mitgliedsstaaten geben. Freiwillig
Engagierten und ihren Organisationen sollen im Rahmen des Jahres Möglichkeiten
geboten werden, mit Engagierten aus anderen Ländern in einen Austausch zu
treten. Deutschland erhält voraussichtlich etwa 450.000 Euro für Aktivitäten zur Schaffung günstiger Rahmenbedingungen, die Stärkung von
Freiwilligenorganisationen und die Anerkennung ehrenamtlicher
Tätigkeiten.
Bund und Länder haben das Thema des nächsten nationalen
Bildungsberichts 2012 festgelegt. Es lautet: „Kulturelle Bildung im
Lebenslauf“. Seit 2006 gibt es eine auf Dauer angelegte alle zwei Jahre
erscheinende Bildungsberichterstattung, die auf der Basis der amtlichen
Statistik sowie ergänzender repräsentativer Untersuchungen in regelmäßigen
Abständen steuerungsrelevante Informationen zu allen Bereichen und Stufen des
Bildungswesens liefern soll. Weitere Informationen unter www.kmk.org
In der Medienpädagogik befasst man sich nicht nur mit der
Frage nach potenziell negativen Einflüssen von Games, sondern vermehrt auch mit
dem möglichen Nutzen von Spielen im pädagogischen Kontext. "Serious
Games" und Forschungen zu diesem Thema sind bereits seit einiger Zeit
diskutiert. Noch sind die bisherigen Methoden in der Schule kaum angekommen.
Die Frage soll demnach diskutiert werden, ob die Konzepte unzureichend sind, ob
die Aufgaben und Struktur der Schule hier inkompatibel sind oder welche
Faktoren erfüllt sein müssen, um Computerspiele sinnvoll in der Schule und
anderen pädagogischen Institutionen zu verwenden.
Weitere Informationen und Anmeldung beim Institut für Computerspiel
– Spawnpoint unter: www.ics-spawnpoint.de/KKTagung2010.htm
Die Tagung, die am 11. und 12. Juni in Berlin
stattfindet, beschäftigt sich mit den Ergebnissen des Modellprojektes
Lebenskunst Lernen und den entstandenen Bildungspartnerschaften zwischen
Haupt-, Förder-, und Gesamtschulen und Kultureinrichtungen. Wie kann eine
gerechte Bildungskultur für alle Kinder und Jugendlichen gestaltet werden?
Welche Voraussetzungen müssen Konzepte Kultureller Bildung in Schule
mitbringen, damit sie kein Kind zurücklassen? Diese und andere Fragen werden
diskutiert.
Weitere Informationen und Anmeldung unter
www.lebenskunstlernen.de
Die Kulturpolitische Gesellschaft organisiert den
europäischen Kongress des Fonds Soziokultur „Shortcut Europe: Cultural Policies
and Social Exclusion“ vom 3. bis 5. Juni 2010 in Dortmund. Mitveranstalter ist
die Kulturstiftung des Bundes. Der Kongress versteht sich als Beitrag zum
»Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung« der EU und diskutiert
die Möglichkeiten, durch soziokulturelle Strategien und Arbeitsansätze mehr
kulturelle Teilhabe zu erzeugen und der kulturellen Spaltung der Gesellschaft
entgegenzuwirken. ReferentInnen aus dem In- und Ausland werden
Best-Practice-Beispiele vorstellen.
Weitere Informationen unter www.shortcuteurope2010.eu
Durch Zusammenarbeit gewinnen! 2010 vergibt MIXED UP
6 Preise im Wert von je 2.500 Euro an erfolgreiche Kooperationsteams aus Kultur
und Schule. Einer der Preise wird in diesem Jahr als "Sonderpreis
Grenzgänger" vergeben. Jeder Beitrag zum Wettbewerb wird in der Datenbank
für Kooperationen erfasst. Der Wettbewerb
will die Zusammenarbeit zwischen Jugendarbeit, Kultur und Schule fördern
und die Voraussetzungen für ganzheitliche Bildung und Kompetenzerwerb mit Kunst
und Kultur verbessern. Bewerbungen für die Wettbewerbsrunde 2010 werden vom
20.04. bis zum 30.06.2010 entgegengenommen.
Weitere Informationen unter www.mixed-up-wettbewerb.de
Träger soziokultureller Projekte können sich beim
Fonds Soziokultur zweimal jährlich um Fördermittel bewerben. Die Ausschreibung
für das zweite Halbjahr 2010 ist offen, also nicht an ein spezielles Thema und
auch an keine Kunst- und Kultursparte gebunden. Vorbehaltlich der
Bereitstellung der Haushaltsmittel des Fonds durch die Kulturstiftung des
Bundes stehen für Projektförderungen im zweiten Halbjahr 2010 zirka 465.000
Euro zur Verfügung. Das Kuratorium des Fonds entscheidet am 21. und 22. Juni
2010 abschließend über die eingegangenen Anträge. Die Projekte dürfen nicht vor
diesem Termin beginnen.
Weitere Informationen unter: www.fonds-soziokultur.de
Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre können jetzt beim 12.
Deutschen Multimediapreis für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale
Bildwelten“ ihre multimedialen Beiträge einsenden. Die Veranstalter möchten
dazu ermutigen, den Begriff Multimedia nicht nur von seiner technischen
Komponente zu betrachten, sondern auch einmal über Projekte in den Bereichen
On- und Offline und Realität und Virtualität nachzudenken. Die
Preisträgerinnen und Preisträger gewinnen neben Geld- und Sachpreisen im
Gesamtwert von bis zu 10.000 € auch ein Festivalwochenende (für zwei Personen)
in Dresden. Bis zum 1. Oktober 2010 können Projekte eingereicht werden.
Infos unter: Medienkulturzentrum Dresden e.V., 0351/315 40
675, www.mb21.de, www.medienkulturzentrum.de
Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen
e.V. sucht ab sofort eine/n Geschäftsführer/in. Erwartet werden:
Hochschulabschluss im Bereich Kulturmanagement, Pädagogik, Kenntnisse der
Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln, umfassender Einblick in die
Kinder- und Jugendkulturarbeit in
Thüringen und bundesweit, Erfahrungen in
Leitungstätigkeit, Erfahrung in Prozessführung, Projektentwicklung und
Begleitung, hohes Engagement, Motivation und Flexibilität. Bewerbungsunterlagen
bis zum 31. Mai 2010 an: LKJ Thüringen e.V., Geschäftsstelle Marktstr. 6 in
99084 Erfurt, z.Hd. Monika Bohne, 0163 258 24 68, gflkj@lkjthueringen.de
Das Buch „Zeitspenden“ präsentiert ausgewählte Projekte
und Initiativen, die durch den „Fonds zur Stärkung des bürgerschaftlichen
Engagements für die Kultur in den neuen Bundesländern“ der Bundeskulturstiftung
seit 2002 unterstützt werden. In den neuen Ländern sorgen tausende Initiativen,
die ehrenamtlich geleitet werden, mit ihren Angeboten für eine lebendige und
vielfältige Kultur in Stadt, Region und auf dem Land. Sie schaffen damit
gesellschaftlich-kulturelle Höhepunkte in Dörfern, stiften Netzwerke oder Orte
der Begegnung innerhalb des Gemeinwesens, schaffen in dünn besiedelten Gebieten
Freiräume. Von diesen Machern - Enthusiasten, Werterhalter, Träumer -, die in
der Realität Ruinen in Atelier-, Tanz- oder Konzerträume verwandeln, erzählt
die Publikation „Zeitspenden – Kulturelles Engagement in den neuen
Bundesländern“. Umrahmt sind die anschaulichen Beispiele von fünf Beiträgen,
die die Besonderheit des kulturellen Wandels der letzten 20 Jahre in
Ostdeutschland beleuchten.
Kulturstiftung des Bundes (Hrsg.) „Zeitspenden“
Mitteldeutscher Verlag, 14,90 Euro
www.bundeskulturstiftung.de
Bereits zum dritten Mal startet am 20. September 2010 die Grundausbildung Zirkuspädagogik am Zirkuspädagogischen Zentrum Harlekids in Senftenberg. Das Ziel der Weiterbildung ist die Vermittlung der verschiedenen zirzensischen Grundtechniken. Die Ausbildungsmodule suchen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen praktischem Handeln und der Vermittlung von theoretischem Basiswissen sowie der Reflexion der Lernprozesse. Es werden zusätzliche Lehrmethoden für die Arbeit mit besonders zu fördernden Zielgruppen (Kinder und Jugendliche mit geistigen, körperlichen und sozialen Hemmnissen) vermittelt. Ein reger Austausch über die Arbeitserfahrungen und Bedingungen in den Arbeitsfeldern der Teilnehmer ist ausdrücklich erwünscht. Weitere Informationen unter: www.zpz-harlekids.de
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