

Trotz besserer Wetterlage und erster sommerlicher Sonnenstrahlen bleibt die Stimmung in Jugend- und Kulturarbeit trüb. Auch andere gesellschaftliche Bereiche spüren die Folgen der Einsparungen und stellen sich gegen die Kürzungen: Lehrer, Studenten, auch Polizisten wollen nicht mehr hinnehmen, dass Sachsen sich kaputt spart. Am 27. Mai gründete sich ein breites Bündnis für "Zukunft & Zusammenhalt", am 16. Juni ist eine Großdemonstration geplant, bei der gegen Kürzungen in Bildung, Hochschule und öffentlichem Dienst demonstriert wird. Der Protest geht weiter, wird größer. Mit ihm verbunden ist der Wunsch nach Dialog mit der Politik, nach gemeinsamer Krisenbewältigung - ohne Rasenmäher und ohne rigide Sparmaßnahmen, die bestehende Strukturen zerstören.
Am
29. Mai war es soweit – in Frankenberg standen Jugendliche und ihre Kultur
einen ganzen Tag lang unter dem Motto „Jugend bringt Leben in die Stadt“ im
Mittelpunkt. Das Programm war an diesem sonnigen Samstag prall gefüllt: Mit
einem Beachvolleyball-Turnier, Graffiti-Wettbewerb, Breakdance-Battles, zahlreichen
Kunstaktionen zum Mitmachen und –gestalten, einer alternativen Stadtrundfahrt
und Bühnenauftritten von Tanzgruppen und Bands aus ganz Sachsen. Mitgestaltet
haben den Tag auch der Verband sächsischer Schulmusiker und der Sächsische
Chorverband mit Auftritten von Chören und Musikgruppen. Etwa 700 Gäste und
Mitwirkende waren beim Jugendkulturtag dabei. Die Freie Presse
Mittweida zum Jugendkulturtag: „Gemeinsam etwas Sinnvolles tun, sich
ausprobieren, präsentieren und dabei Spaß haben, darum ging es beim Aktionstag.
An Angeboten mangelte es nicht… ‘Selten war Frankenberg so jugendlich wie
heute, freute sich Bürgermeister Thomas Firmenich über den frischen Wind in
seinem Städtchen’.“
Weitere
Informationen unter: www.jugendkulturtag-frankenberg.de
„Wenn
ich was verändern könnte...“ – zu diesem Thema haben 300 Kinder aus ganz Sachsen
Tanzbeiträge, Theater- und Musikstücke, Trickfilme, Geschichten und zahlreiche
Bilder eingesendet. Der Kinderjury wird die Entscheidung schwer fallen, wenn
sie nach dem Programm, das von 10 bis 17 Uhr im Frankenberger Kulturforum Stadtpark
zu sehen sein wird, die Preisträger auswählt. Ein buntes Kinderkunstfest auf
dem Vorplatz des Stadtparks mit zahlreichen Mitmachaktionen umrahmt den
Wettbewerb. Die Kinder können unter anderem bei Theater- und Zirkusaktionen
mitmachen, Musikinstrumente bauen, filzen, Falthefte oder Tonfiguren herstellen
– kleine und große Gäste aus Frankenberg und Umgebung sind herzlich willkommen,
ab 10 Uhr das Wettbewerbsprogramm anzuschauen
- ab 12.30 Uhr startet das Kinderkunstfest. Das Projekt findet ohne Förderung des Freistaates statt, nachdem das Sozialministerium die Finanzierung von Jugendbildungsprojekten in diesem Jahr komplett gestrichen hatte. Dank dem Fonds Soziokultur, VNG Gas und der Stadt Frankenberg kann der "Kiku" nun mit eingeschränktem Budget und Programm stattfinden.
Weitere
Informationen unter: www.kinderkunstpreis-sachsen.de
Nach Einführung des bundesweiten
Online-Bewerbungsverfahrens für das FSJ-Kultur können die FSJ-Koordinatorinnen
der LKJ ein erstes positives Resümee ziehen. Langwierige Auswahlverfahren
wurden durch das Online-Matching-Verfahren verkürzt. Die Bewerber erhalten in
den nächsten Wochen von den Einsatzstellen Einladungen zum
Vorstellungsgespräch. Für den FSJ-Jahrgang 2010/11 haben sich 657 Jugendliche
bei der LKJ beworben, 70 Einsatzstellen stehen zur Verfügung. Da die Anzahl der vom Freistaat geförderten FSJ-Plätze im kommenden Jahrgang von 1.100 auf 500 reduziert werden soll, ist unsicher, wieviele Jugendliche ihr FSJ am 1. September überhaupt beginnen können. Deshalb können noch keine Verträge geschlossen werden.
Weitere Informationen unter: www.lkj-sachsen.de/fsj-kultur/aktuelles/
Ziel
der Kulturkarawane ist es, Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum
künstlerische, handwerkliche und medienpädagogische Angebote zu unterbreiten.
Im Vorfeld des Projektes hat eine
Vorbereitungsgruppe mit Schülern in Zusammenarbeit mit der LKJ Ideen für die
Workshops, ein Rahmenprogramm, die Abschlusspräsentation sowie für die
Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Im Projekt
selbst wird in Workshops gearbeitet, die z.T. interdisziplinär angelegt sind
und durch junge Künstler, Medien- und Theaterpädagogen geleitet werden. Die
Abschlusspräsentation wird als Höhepunkt des Schuljahres öffentlichkeitswirksam
gestaltet.
Kontakt:
LKJ Sachsen e.V., Christine Range 0341/257 73
06 + range@lkj-sachsen.de
Vom 18. – 27. Juli findet im
Polnischen Riesengebirge eine polnisch-französisch-deutsche
Sommerkunstwerkstatt für Jugendliche im Alter von 15 – 20 Jahren statt.
Workshopsprache ist Englisch. Zur Auswahl stehen die Workshops Tanz, Musik,
Film, Pantomime und Plastik, die von polnischen, französischen und deutschen
Künstlern geleitet werden. Für interkulturelles Flair sorgen Länderabende, eine
abwechslungsreiche polnische Küche, Sprachanimationen und gemeinsame Erkundungen
der Region, wie ein Aufstieg auf die Schneekoppe.
An- und Abreise erfolgen ab
Leipzig, Dresden und Bautzen/Görlitz mit dem Bus. Der Teilnehmerbeitrag beträgt
200 Euro.
Anmeldungen bis
zum 30. Juni unter range@lkj-sachsen.de oder 0341 25 77 306.
Was haben Kräuter, Wolle,
Bogensehne und Pferde gemeinsam? Richtig – sie
werden alle im Projekt „Alte Kulturtechniken“
gebraucht! Freu dich auf ein
Abenteuer wie aus einer
anderen Zeit! Stelle deinen eigenen Bogen und dazugehörige Pfeile nach altem
Handwerksbrauch her und führe jeden Schritt am Holz selbst aus. Außerdem lernst
du, mit Pferden umzugehen und dich um sie zu kümmern. Erlebe eine
ereignisreiche Woche auf dem Biberhof in Krögis – mit Filzen und Kochen auf
offenem Feuer. Zusammen mit Gleichaltrigen kannst du dich austauschen und
gemeinsam auf Entdeckungstour gehen. Auch ohne Fernseher und Computer kann man
viel und seine Umgebung ganz neu erleben. Es sind noch wenige freie Plätze vorhanden.
Teilnehmerbeitrag: 150 Euro
inkl. Verpflegung und Übernachtung
Kontakt: LKJ Sachsen e.V.,
Friederike Minsel 0341/257 73 06 + info@lkj-sachsen.de
Zur
Hauptversammlung am 24. April in Frankenberg ist der Vorstand der Bläserjugend Sachsen neu gewählt
worden. Norman Grüneberg ist der neue Vorsitzende und löst damit den bisherigen
Vorsitzenden Gunnar Heinz ab. Norman Grüneberg hat Schulmusik, Geschichte sowie
Blasorchesterleitung studiert und arbeitet als freischaffender Dirigent.
www.blasmusik-sachsen.de
Der
Landesjugendchor sucht Verstärkung! Am 11. und 12. Juni veranstaltet der
Landesjugendchor in Leipzig, Chemnitz, und Dresden zentrale Vorsingen. Das
Bestehen des Vorsingens ist Voraussetzung für die Mitwirkung im
Landesjugendchor. Interessenten können sich unter www.chorjugend-sachsen.de/index.php?section=contact&cmd=2 anmelden.
Das
Knalltheater Leipzig und der Landesverband Amateurtheater Sachsen laden
gemeinsam zu den Leipziger Straßentheatertagen ein. Die Straßentheatertage
bieten ein Forum zum Ausprobieren, Zeigen und Werben. Amateurtheater, freie
Theatergruppen und Einzelspieler präsentieren in den Fußgängerbereichen der
Leipziger Innenstadt ihre Szenen, Aktionen und Improvisationen.
Landesverband Amateurtheater
Sachsen – Karl Uwe Baum, karluwebaum@amateurtheater-sachsen.de,
www.amateurtheater-sachsen.de
Am
25. Mai gründete sich in den Räumen der Evangelischen Hochschule Dresden das
Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“. Etwa 100 Vertreter aus dem Sozial-,
Bildungs-, und Kulturbereich fanden sich zusammen, um auf die Folgen der
Kürzungen durch die sächsische Staatsregierung in den drei Bereichen aufmerksam
zu machen. Das Bündnis will Verbände und Initiativen in ihrer Breite vereinen
und einen Diskurs darüber anregen, wie die Gesellschaft in Sachsen zukünftig
aussehen soll. Das Bündnis ist offen, aktions- und beteiligungsorientiert. Seine
Aktivitäten werden durch einen Koordinierungsrat gesteuert.
Die LKJ Sachsen e.V. ist unter den Unterstützern des Bündnisses.
Weitere
Informationen unter: www.zukunftundzusammenhalt.de
Unter
dem Motto „Wir sind mehr wert“ ruft eine breite Interessengruppe aus Verbänden,
Studentenräten, Gewerkschaften und Initiativen zu einer Großdemonstration gegen
die Kürzungen in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur im laufenden Haushalt auf. Die
Organisatoren fordern außerdem, keine Kürzungen und Stellenstreichungen im
kommenden Haushaltsjahr 2011/12 in den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales
vorzunehmen und Kitas, Bildungs- Jugend- und Kultureinrichtungen angemessen
auszustatten. Geplant sind drei Demonstrationszüge (Hochschule, Soziales,
Öffentlicher Dienst), die sich in Richtung Sächsischer Landtag bewegen. Der
soziale Demonstrationszug soll 15.00 Uhr auf dem Carolaplatz starten.
Weitere
Informationen unter www.mehr-wert-sachsen.de
Im Auftrag des Sächsischen Ministeriums für
Wissenschaft und Kunst wurden erstmals alle 20 Einrichtungen und Akteure, die
vom Freistaat institutionell gefördert werden, systematisch untersucht und
bewertet. Ministerin Sabine von Schorlemer lobte den Bericht „als sehr gute
und tragfähige Grundlage, der eine präzise kulturpolitische Einschätzung der
evaluierten institutionell geförderten Landeskulturverbände ermöglicht“. Mit
der Evaluation war Prof. Eckehard Binas (Hochschule Zittau/Görlitz) beauftragt
worden. Die IG Landeskulturverbände hatte sich bereits in der Planungsphase in
einem vertrauensvollen Dialog über mögliche Zielsetzungen des
Evaluationsverfahrens mit dem SMWK verständigen können und fand ihre Vorschläge
angemessen berücksichtigt.
Zur
Evaluation hier: www.kulturland.sachsen.de/download/Abschlussbericht.pdf
Seit dem 1. Mai 2010 ist ein erweitertes Führungszeugnis in der Kinder- und
Jugendhilfe erforderlich. Die Beschäftigten
im Jugendhilfebereich müssen ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30a Bundeszentralregistergesetz
(BZRG) vorlegen. Zu beachten ist, dass sich der § 30a auch auf Ehrenamtliche bezieht,
wenn sie bei ihrer Tätigkeit Kontakt zu Minderjährigen haben. Dabei sind einige
Regelungen zu beachten.
Weitere Informationen unter:
www.fachkraefteportal.info/kindeswohl
Ein
Diskurs über Kultur als gesellschaftliche Instanz – so lautet der Untertitel
der Tagung der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel in
Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Was macht eine
Instanz aus? Inwieweit sind künstlerisch kulturelle Institutionen Instanzen?
Wie geben sie Richtungen für die Individuen und das Gemeinwesen – insbesondere
in der aktuellen Krisenzeit? Diese und weitere Fragen werden in Vorträgen und
Kurzworkshops thematisiert.
Anmeldung bis zum 21.6. unter der Angabe der Nr.
KD-10-3 an die Bundesakademie Wolfenbüttel, Postfach 1140, 38281 Wolfenbüttel oder
per E-Mail an doris.brohn@bundesakademie.de
Zeichnung
– Malerei – Collage – Druck – die Kunstwoche Püchau lädt Teilnehmer ab 12
Jahren in den kleinen Ort zwischen Eilenburg und Wurzen ein, um kreativ zu
werden. Die Kursgebühr beträgt 159,- Euro für Schüler und 199,- Euro für
Erwachsene.
Weitere
Informationen und Anmeldung unter www.creative-workshops.de
bzw. info@creative-workshops.de
Anlässlich der 2. UNESCO
Weltkonferenz stellt der Deutsche Kulturrat die Studie "Kulturelle Bildung: Aufgaben im Wandel"
kostenlos als Download im Internet zur Verfügung. Die Studie stellt die
vielfältigen Aktivitäten im Bereich der kulturellen Bildung auf
internationaler, europäischer, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie die
Aktivitäten der organisierten Zivilgesellschaft vor. Im Mittelpunkt stehen die
veränderten Anforderungen an die Akteure der kulturellen Bildung und
Verantwortlichen für kulturelle Bildung aufgrund des demografischen Wandels,
der Anforderungen der interkulturellen Bildung, der Neujustierung der frühkindlichen
Bildung sowie der Medienerziehung bzw. Ausbildung von Medienkompetenz.
Zusätzlich liefert das Buch im Anhang eine Zusammenstellung von Stellungnahmen
und Positionen wichtiger Akteure der kulturellen Bildung.
Kulturelle Bildung: Aufgaben im Wandel. Hg. v. Deutschen
Kulturrat. Autoren: Kristin Bäßler, Max Fuchs, Gabriele Schulz,
Olaf Zimmermann. 489 Seiten. Berlin 2009. ISBN 978-3-934868-18-2,
kostenlos als pdf-File unter:
www.kulturrat.de/dokumente/studien/kulturelle-bildung-aufgaben-im-wandel.pdf
Vom 25. bis 28. Mai 2010 fand
in Seoul, Republik Korea, die zweite UNESCO-Weltkonferenz zur kulturellen
Bildung statt. Wie kann das Ziel einer kulturellen Bildung für alle Menschen
stärker gefördert werden? Hierüber diskutierten Delegierte der
UNESCO-Mitgliedstaaten, Experten aus Kultur und Bildung, Vertreter von NGOs,
Stiftungen und internationalen Organisationen.
Die ExpertInnen aus 100
Staaten haben sich darauf verständigt, die Bedeutung kultureller Bildung als
Grundlage von Lernen und Forschen neu zu bewerten. Zum Abschluss
verabschiedeten sie am 28.5.2010 in Seoul zehn Entwicklungsziele.
"Kulturelle Bildung muss als Grundlage einer ausgewogenen kognitiven,
emotionalen, ästhetischen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
begriffen werden", so die Seoul-Agenda. Die
Deutsche UNESCO-Kommission hat anlässlich der Weltkonferenz das Themenheft
UNESCO today 1/2010 "Arts Education for All: What Experts in Germany are
Saying" veröffentlicht. Es informiert über den deutschen Fachbeitrag
zur Konferenz.
www.unesco.de/fileadmin/medien/Dokumente/Kultur/Kulturelle_Bildung/_FINAL_Unesco_today_1_2010.pdf
Das
Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport (SMK) und die Sächsische
Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) rufen zum fünften Mal
gemeinsam den Wettbewerb um den »Medienpädagogischen Preis 2010« aus. Mit dem
Wettbewerb werden die kreativsten, wirksamsten und nachhaltigsten sächsischen
Medienkompetenzprojekte in den Bereichen Radio/Audio, Video/Fernsehen,
Multimedia/Internet ausgezeichnet. Die Preise werden denjenigen Bewerbern
zuerkannt, deren Medienprojekte vor allem durch nachhaltige Wirksamkeit und
hohes Innovationspotential bei der Herausbildung von Medienkompetenz konkreter
Zielgruppen gekennzeichnet sind. Bewerbungen sollen zusammen mit der Konzeption
des Projektes unter dem Kennwort
»Medienpädagogischer Preis 2010« bei der SLM bis zum 20. September 2010
eingegangen sein.
www.slm-online.de/psk/slmo/powerslave,id,143,nodeid,143.html
In Zusammenarbeit mit dem Theater der Jungen Welt entwickelt die niederländische Tänzerin und Choreografin Sheyda Darab die Hip Hop Theaterproduktion "Battle of Hearts". Für dieses neue Projekt werden ambitionierte Amateur Hip Hop TänzerInnen gesucht. "Battle of Hearts" ist ein Hip Hop Theaterprojekt, das die autobiografische Bedeutung der dunklen/negativen und der hellen/positivenSeite der Tänzer auslotet. Übersetzt in starken und rohen HipHop und/oder gesprochene Worte, ergänzt durch Bild und Videomaterial und Poesie. .Audition: 20.06.10, 12.00 – 18.00 Uhr, Probebühne des Theater der Jungen Welt, Engertstraße 10, 04177 Leipzig, Vorstellungen zwischen September 2010 und Juni 2011.
Kontakt: Theater der Jungen Welt Leipzig, www.tdjw.de
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